Mikroplastik überquert die Blut-Hirn-Schranke. Sie sammeln sich im Nervengewebe an. Konzentrationen sind im Gehirn höher als in anderen Organen in aktuellen Studien. Die Werte steigen im Laufe der Zeit, wenn man Proben über Jahrzehnte vergleicht. Die Blut-Hirn-Schranke soll die Festung sein. Die letzte Verteidigung. Das, was Toxine aus dem am meisten geschützten Organ fernhält. Partikel dringen durch. Einmal drinnen, die gleiche entzündliche Kaskade wie überall sonst. Aber Gehirnentzündungen stehen in Verbindung mit: - kognitivem Rückgang - Alzheimer-Fortschritt - Parkinson - Depression - Entwicklungsstörungen bei Kindern. Forscher fanden Plastik in 100 % der kürzlich getesteten Gehirnproben. Fötales Gehirngewebe eingeschlossen. Die Exposition beginnt vor der Geburt und sammelt sich ein Leben lang an, ohne Mechanismus zur Entfernung. Kein Neurologe screenet dafür. Kein Protokoll zur Überprüfung. Keine Intervention, wenn es gefunden wird. Die Wissenschaft existiert in Fachzeitschriften. Die klinische Infrastruktur existiert nirgendwo. Partikel sind klein genug, um in Neuronen einzutreten. Klein genug, um die zelluläre Maschinerie zu stören. Klein genug, um sich 80 Jahre lang anzusammeln. Und wir entwickeln erst jetzt Werkzeuge, um sie zu sehen.